Heinz-Wilhelm Quentmeier

Heinz-Wilhelm Quentmeier

* 31.01.1935 in Detmold
† 15.06.2016
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Angelegt am 18.06.2016
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Nachruf der Lippischen Landes-Zeitung

23.01.2018 um 11:46 Uhr von Lippische

Im politischen Raum hat er sich über die Parteigrenzen hinweg Achtung und Wertschätzung erworben, dem Gymnasium Aspe in 25 Jahren als Direktor seinen Stempel aufgedrückt und sich auf vielfältige Weise in seiner Wahlheimat Wüsten engagiert. Jetzt ist Altbürgermeister Heinz-Wilhelm Quentmeier im Alter von 81 Jahren gestorben.

Geboren am 31. Januar 1935 in Detmold, verschlug es die Familie in Folge des Zweiten Weltkriegs nach Herford. Hier drückte Quentmeier die Schulbank, machte in Wiesbaden sein Abitur, studierte in Frankfurt, London und Göttingen, wo er seine Frau Helga kennen lernte, und kehrte zurück nach Herford. 

1962 trat er in den Schuldienst ein, war zunächst am Cäcilien-Gymnasium Bielefeld und an der Königin-Mathilde-Schule Herford, einem Mädchengymnasium, tätig. 1973 wurde er Direktor des Gymnasiums Aspe, das er 25 Jahre lang leitete. Heinz-Wilhelm Quentmeier und seine Frau zog es aber schon eher nach Bad Salzuflen. 1969 ließen sie sich am Langenberg in Wüsten nieder. Schnell fand sich Quentmeier in die Dorfgemeinschaft ein, war unter anderem zehn Jahre lang Vorsitzender des Sportvereins und Mitbegründer des Kulturrings.

Eine weitere Leidenschaft Quentmeiers war die Kommunalpolitik. Ab 1969 saß er für die SPD im Stadtrat, war von 1975 bis 1979 ihr Fraktionsvorsitzender. 1979 wurde er zum stellvertretenden Bürgermeister gewählt, 1983 zum Bürgermeister – ein Amt, das er durch drei Wahlperioden hindurch bis 1999 inne hatte. Tiefen Eindruck hinterließ bei Quentmeier der Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz. Er setzte sich leidenschaftlich für die Jugendbegegnungsstätte Auschwitz und damit für die Völkerverständigung ein. 2004 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Nach dem Tod seiner Frau zog Heinz-Wilhelm Quentmeier in das Stift zu Wüsten, dessen Vorstand er seit 2000 angehörte, und verbrachte dort die letzten zehn Jahre seines Lebens.

Edmund Welslau (SPD) charakterisierte seinen Parteifreund gegenüber der LZ als eine „absolut starke Persönlichkeit mit großer Ausstahlungskraft“. Er sei ein brillanter Redner gewesen, der auf die Menschen zugehen konnte. Sozialdemokrat durch und durch habe Quentmeier eine klare Haltung zu Werten und Normen gehabt. Er habe als einer gegolten, „der was bewegen kann“.

Gedenkkerze

eine ehemalige Schülerin

Entzündet am 22.06.2016 um 14:22 Uhr

Danke für ALLES! - vor über 30 Jahren (Kl. 5 und 6) unser Englisch-Lehrer. Dazu noch Rektor am Gymnasium in Aspe und Bürgermeister von Bad Salzuflen... Immer kompetent und akkurat - und trotz seines immensen Arbeitspensums hatte er immer ein offenes Ohr für die Sorgen von uns (damals) Kleinen. DANKE

Gedenkkerze

LZ-Trauer

Entzündet am 18.06.2016 um 10:00 Uhr

Lippische Landes-Zeitung

vom 18.06.2016

Lippische Landes-Zeitung

vom 18.06.2016
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